Selbst ständig
Sie wollten selbst entscheiden. Selbst arbeiten. Selbst Verantwortung übernehmen.
Selbst bestimmen, wie Sie Ihr Leben und Ihre Arbeit gestalten.
Und irgendwann waren Sie vor allem eines: ständig.
Ständig erreichbar.
Ständig verantwortlich.
Ständig zuständig.
Ständig am Arbeiten.
Ständig dabei, etwas aufzufangen.
Widdererkennung
Vielleicht kennen Sie das längst.
Sie sind Unternehmer, Führungskraft, Buchhaltung, Vertrieb, Einkauf, Personalabteilung und Beschwerdestelle in einer Person.
Die Bank redet mit. Das Finanzamt redet mit. Auflagen greifen ein. Versicherungen verlangen.
Kunden erwarten. Lieferanten warten.
Und wenn jemand ausfällt, sind Sie es, der einspringt. Sie tragen dieselbe Verantwortung wie ein Unternehmer. Nur häufig ohne dessen Mannschaft, Kapital und Reserven. Ihr Unternehmen fährt nicht auf einem großen Schiff.
Manchmal sitzen Sie eher im Schlauchboot. Mit einem Paddel. Und solange Sie paddeln, geht es weiter.
Irgendwie.
Worum es tatsächlich geht
Das Problem besteht nicht darin, dass Ihnen noch eine Methode für Zeitmanagement fehlt.
Und wahrscheinlich brauchen Sie auch kein weiteres Seminar darüber, wie Sie effizienter arbeiten.
Denn genau das können die meisten Selbstständigen erstaunlich gut: noch effizienter funktionieren.
Im Wort selbstständig stehen zwei Dinge unmittelbar nebeneinander: selbst und ständig.
Die entscheidende Frage ist, welches davon Ihr Leben inzwischen bestimmt.
Selbstständigkeit sollte bedeuten, aus sich selbst heraus stehen, entscheiden und handeln zu können.
Wenn daraus jedoch ein permanentes Reagieren auf Anforderungen, Rechnungen, Fristen, Kunden und Verpflichtungen wird, bleibt vom „selbst“ irgendwann wenig übrig. Dann hilft es nicht, noch schneller zu paddeln.
Sie müssen erkennen, welche Regeln tatsächlich gelten, welche Verpflichtungen wirklich Ihre sind und
wo Sie längst etwas aufrechterhalten, das Sie selbst bindet. Sie müssen lernen, Sein vom Schein, Macht von Ohnmacht und Wahrheit von Lüge zu unterscheiden.
Diese Fähigkeiten waren Ihnen von Geburt an gegeben. Sie müssen nun wieder lernen, sie anzuwenden — und in den meisten Fällen bedeutet das: Gelerntes zu verlernen und zu vergessen.
Dann werden Sie wieder selbstständig.
Nicht nur ständig.
Wie kommen Sie dahin? Wie bei allem: durch den ersten Schritt.
Ein Erstgespräch, 30 Minuten.
Sie schildern die Situation. Wir hören zu und fragen nach.
Kein Unternehmerseminar. Kein Vortrag. Kein fertiges Modell.
Danach wissen Sie — und wir —, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll ist.

Torsten Georg Paulsen
Ontologe | Dekonstruktives Mentoring | IT-Beratung
Hessestraße 8L
14469 Potsdam
☎ 0331 / 242 621 31
✉️ kontakt@dahedo.de
© 2026 Torsten Georg Paulsen


